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Artikel und Beiträge von Andreas & Daniel Stötter

Wie du deinem Denken zuschauen kannst und spielerisch meditieren lernst

von | 17 Nov, 2017 | Achtsamkeit, Wissenschaft

Sich beim Denken zuschauen klingt doch etwas befremdlich, oder?

Geht das überhaupt? Normalerweise denkt es einfach so vor sich hin, ganz von selbst, automatisiert und du machst dir eher selten Gedanken über deine Gedanken oder bist dir deines Denkens selten bewusst.

Sich selbst dabei zuzuschauen, würde ja bedeuten, dass es zwei von dir geben müsste; einer der denkt und einer der zuschaut, oder?

Aber der Reihe nach: die Neurowissenschaft hat es tatsächlich in den letzten 20 Jahren geschafft, dem Hirn beim Denken zuzuschauen.

In der Röhre liegen und dem Gehirn zuschauen

Du liegst in der „Röhre“, im MRT oder CT und bekommst bestimmte Denkaufgaben und auf einem Bildschirm sieht man die Denkmuster in deinem Hirn. Man kann dadurch durchaus einiges über Denkaktivitäten im Hirn aussagen, aber natürlich nicht die Gedanken selbst entschlüsseln bzw. deren Inhalt erkennen. Man kann lediglich den Grad der Aktivierung deines Gehirns sehen.

Und doch kann man daraus Rückschlüssen darauf ziehen, welche Gedanken wie im Körper wirken. Zum Beispiel wie Stressgedanken oder entspannende Gedanken, sich auf das Nervensystem oder auf die Durchblutung auswirken.

Die Biofeedbackmethode macht sich dieses Wissen zu Nutze und verwendet es nicht nur für diagnostische Zwecke, sondern auch zum Lernen. Lernen braucht nämlich Feedback, ohne Feedback kein Lernen.

Feedback vom Körper erhalten

Beim Biofeedback wirst du an ein Gerät angeschlossen. Sensoren an deiner Haut messen dabei bestimmte Signale deines Körpers, z.B. den sogenannte Hautwiderstand, den Puls oder andere Körpersignale. Diese Signalinformationen werden in eine Software eingespeist, die auf einem Bildschirm bewegte bunte Bilder mit Töne erscheinen lässt. Da jeder Gedanken auch Körperreaktionen auslöst, kannst du dir so zuschauen welche Gedanken welche Bilder, Farben und Töne erzeugen. Wenn du z.B. angenehme entspannende Gedanken hast, zeigen sich auf dem Bildschirm schöne Bilder und Farben mit angenehmer Musik. Bei Stressgedanken zeigen sich auf dem Bildschirm entsprechend andere Bilder, Farben und Tönen. Diese Bilder und Töne stellen also den Zustand deines vegetativen Nervensystems dar.

Für was soll das gut sein?

Wenn du dir so beim Denken zuschaust und unmittelbar merkst welche Gedanken deinen Körper stressen und  somit schaden, und welche Gedanken dir nützen, wirst du ganz natürlich deine Denken beeinflussen, d.h. das Beobachten des Denkens verändert das Denken. Verrückt nicht?

Das Verrückte oder besser das Erstaunliche dabei ist, dass ein Effekt eintritt, den man in der Quanten-Physik den Beobachtereffekt nennt, der besagt, dass der Akt des Beobachtens das Beobachtete verändert.

Meine persönlichen Erfahrungswerte

Meine Erfahrung mit der Biofeedbackmethode, die ich schon seit vielen Jahren bei meinem therapeutischen Tun einsetze, zeigt, dass sich dabei Gedanken nicht nur verändern, sondern auch ruhiger und sogar weniger werden. Es scheint fast so zu sein, als ob Gedanken es nicht mögen, wenn man sie beobachtet. Jedenfalls ziehen sie sich dabei mehr und mehr zurück, wie Schatten dem Licht weichen.

Dies ist aus der Meditationspraxis bekannt. Es tritt dann ganz von selbst ein Zustand der Stille ein, ein meditativer Seins-Zustand. Und das auch noch in relativ kurzer Zeit, ohne jahrelanges Üben. Man lernt also das Meditieren sehr schnell und ganz ohne Anstrengung. Wenn du schon jahrelang meditierst, und dich dabei abmühst und dein innerer Plappergeist einfach nicht zu bändigen ist, dann ist dieser Biofeedback-Ansatz möglicherweise erstmal eine Provokation für dich, oder eben eine gute Nachricht.

Es gibt nämlich so kleine handliche Biofeedback-Geräte, die du überallhin mitnehmen kannst, und du damit jederzeit dein Entspannungstraining oder eben deine Meditation durchführen kannst. In unseren Meditationsgruppen, in den Stille-Retreats und in der Insigtouch®-Therapie sind die kleinen Wunderdinger, die nur mit Farben und Töne funktionieren, immer mit dabei und eine super Unterstützung für Lern- und Veränderungsprozesse.

Zurück zum Anfang

Wenn du dir nun zuschaust wie du denkst, und dabei die Gedanken in den Hintergrund treten, dann tritt der Beobachter des Denkens in den Vordergrund. Es scheint also eine stille gedankenfreie Instanz zu geben, einen Zeugen, der das Denken bezeugt. Diese zweite Instanz, die das Denken beobachtet, kann nicht das Denken selbst sein kann. Oder? Was du beobachten kannst, kannst du nicht sein. Ja aber… wer ist das dann?

Ich wünsch dir viel Spaß beim rausfinden!

Andreas

Ps. Wenn du mehr über die Biofeedbackmethode erfahren möchtest google ein bisschen herum oder komm in unserem Stille-Retreat. Dort kannst du es live erleben.

Zudem kannst du es bei unseren ausgebildeten Insightouch®-Practitioners in Einzelsitzungen erfahren.

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Andreas Stötter

Andreas Stötter

Durch meine jahrzehntelange leidenschaftliche Suche nach spiritueller Tiefe und Selbsterkenntnis, hat mich das Leben schon sehr früh zu meinen Lebensthemen geführt.
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