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Artikel und Beiträge von Andreas & Daniel Stötter

Diese Meditation kennst du garantiert noch nicht!

von | 4 Mai, 2017 | Achtsamkeit, Berührung

Wenn wir von Meditation sprechen, dann denken wir oft an ein stilles Sitzen auf einem Meditationskissen, wo wir die Beine kreuzen, die Hände anmutig in einer speziellen Haltung auf unsere Knie legen, die Augen schließen und dabei versuchen unseren Kopf frei zu kriegen. Meditation ist sozusagen schon etwas sehr spezielles geworden, zumindest eine spezielle Vorstellung oder ein bestimmtes Bild in uns. Das Bild entspricht meist dem, was wir in Filmen, Büchern und in den Medien sehen. Niemand kann aber so recht erklären, was Meditation eigentlich ist.

 

Meditation kann ganz anders aussehen

 

Letztlich kann ich dir auch nicht sagen was Meditation nun wirklich ist, du musst es erleben und praktizieren.

Aber ich kann eines sagen:

Meditation entspricht nicht grundsätzlich dem Bild das wir mittlerweile so gut kennen. Meditation kann ganz anders aussehen, sogar kann es das absolute Gegenteil von dem sein, was uns die bekannten Vorstellungen vorgeben.

In diesem Artikel möchte ich dir die Meditationsform darlegen, die wir vermitteln und du wahrscheinlich noch nicht kennst, auch wenn du schon viel Erfahrung mit Meditation hast.

 

Meditierende mit jahrelanger Erfahrung kennen diese Art der Meditation meist nicht

 

Schon seit vielen Jahren vermitteln wir eine Art der Meditation, die erstmal gar nicht nach Meditation aussieht. Auch wenn du schon jahrelange Meditationserfahrung hast, dann gehe ich trotzdem mal davon aus, dass du diese Art der Meditation noch nicht kennst (außer du hast schon ein Seminar bei uns besucht). Immer wieder treffen wir Menschen in unseren Seminaren die sich schon jahrelang auf dem Sitzkissen abmühen und dann erstaunt feststellen, dass sie durch unsere Art der Meditation, so schnell und effektiv einen meditativen Zustand erfahren können, den sie schon seit Jahren nicht mehr auf ihrem Sitzkissen erleben konnten. Hier eine Rückmeldung die ich kürzlich von einem meditations-erfahrenen Teilnehmer bekommen habe:

„Wer sich schon eine Hornhaut am Gesäß „ermeditiert“ hat und immer noch Probleme mit der Konzentration hat, dem kann man die Achtsamkeitsmassage nur wärmstens empfehlen. Ich habe dieses Seminar sehr genossen und es hat mich in meinem weiteren Leben sehr beeinflusst – jetzt bin ich süchtig danach. Überraschenderweise nicht so sehr als Nehmender sondern als Gebender, da man dabei wirklich sehr gut meditieren kann!“
– Mag. Wolfgang Luhan –

 

Warum wirst du diese Meditation wahrscheinlich noch nicht kennen?

  • Diese Art der Mediation heißt Achtsamkeitsmassage und entspricht nicht dem typischen Bild von Meditation.
  • Du kennst vielleicht Meditationsformen in Bewegung aber wahrscheinlich nicht Meditationsformen in Berührung.
  • Du wirst Massage gewöhnlich nicht mit Meditation verknüpften, sondern mit anderen Vorstellungen und Konzepten.
  • Du wirst dir vielleicht auch nicht vorstellen können wie Massage wirkliche Meditation sein kann, weil du ja nicht für dich alleine bist, sondern mit einer anderen Person verbunden.
  • Diese Art der Meditation braucht für gewöhnlich eine klar begleitete Hinführung, weil du normalerweise nicht in Beziehung meditierst. Es gibt hier einiges zu berücksichtigen.

In unserer Erfahrung zeigt sich Achtsamkeitsmassage als überaus effektive und wertvolle Meditationspraktik, weil sie in Bewegung und in Berührung ausgeübt wird. Bewegung und Berührung erhöhen unmittelbar die Fähigkeit zur Präsenz und Achtsamkeit. Für die meisten Menschen ist Meditation in Bewegung viel leichter als Meditation im Sitzen. Achtsame Berührung verstärkt das Ganze noch und gibt der Achtsamkeitsmassage ihr einzigartiges Potenzial als Meditationsform. In der meditativen Erfahrung entsteht ein fühlender Seins-Zustand von Präsenz, Stille, Fluss, Wachheit, Verbindung oder Einheit, so wie es in tiefen Meditationserfahrungen der Fall sein kann.

Warum ist Achtsamkeitsmassage Meditation?

 

Wenn ich in Seminaren über Achtsamkeitsmassage spreche und Menschen begleite diese Meditationsform zu erfahren ist es oft gar nicht so leicht, den Teilnehmern verständlich zu machen, dass dies eine Meditation ist. Es gibt einige fixierte Vorstellungen über Massage an sich, die es manchmal erschweren, sich auf Achtsamkeitsmassage als Meditation einzulassen. Warum ist nun Achtsamkeitsmassage eine Meditation und welche Überzeugungen sollte man dabei loslassen?

 

Achtsamkeitsmassage ist Meditation weil sie bei dir selbst beginnt

 

Während der Achtsamkeitsmassage, wenn ich mich als Praktizierender in der gebenden Rolle in Berührung mit jemanden in der empfangenden Rolle befinde, ist der Zustand der inneren Achtsamkeit von entscheidender Bedeutung. Das heißt, Achtsamkeit ist die Basis, ein bewusstes, nicht-wertendes Gegenwärtig-Sein mit mir als Gebender. Ohne diese Präsenz mit mir selber ist es nicht Achtsamkeitsmassage.

Mit Massage verknüpfen wir meist etwas was wir für jemanden machen, uns dabei aufopfern um dem Anderen etwas Gutes zu tun, dabei nicht unbedingt auf uns achten, sondern nur darauf achten, dass es dem Anderen gut geht. Vielleicht wird Massage dann zudem als etwas Anstrengendes gesehen, etwas wo man dann selber Probleme bekommt und etwas das eigentlich recht undankbar ist, weil man immer nur gibt und scheinbar nicht genug zurückbekommt. Bei der Achtsamkeitsmassage stehen dein Zustand, deine Präsenz und dein Wohlbefinden als Gebender im Vordergrund.

Das scheinbare Paradox ist natürlich, dass genau diese Fähigkeit zur Präsenz und Tiefe in dir, das beste Geschenk ist, das du dem Anderen geben kannst. Ganz einfach: Würdest du lieber von jemanden berührt werden, der sich aufopfert, dem es gar nicht gut geht und vielleicht gar keine Lust dazu hat, oder würdest du lieber von jemanden berührt werden, der in seiner Kraft ist, in seiner Mitte ist, absolut präsent und im Hier und Jetzt ist, also in unmittelbarer, wahrnehmender Meditation ist? Ich glaube die Antwort auf diese Frage macht vieles klar.

Also, Achtsamkeitsmassage ist Meditation, weil es erstmal um den meditativen Zustand in der Gebenden Rolle geht und absolut nicht um ein Sich-Aufopfern, um dem Anderen was Gutes zu tun. Du magst dich natürlich auch einwendend fragen, ob dann nicht die Gefahr besteht den Anderen zu vergessen. Das ist ein absolut guter Einwand, denn das stimmt. In der Tiefe der Praxis geht es dann aber um die Kunst, sich bei der Hinwendung an den Anderen sich selbst nicht zu verlieren. Letztlich geht es um Einheit, wo es keine Trennung mehr zwischen mir und dir gibt und dadurch die Hinwendung an mich auch Hinwendung an dich bedeutet, und umgekehrt. Letztlich muss man es erfahren und praktizieren um das hier gesagte wirklich zu erfassen.

 

Achtsamkeitsmassage ist Meditation weil sie kein Ziel verfolgt

 

Ein entscheidender Faktor bei jeder Art von Meditation ist die Intentionslosigkeit. Meditation verfolgt grundsätzlich kein Ziel, sondern sie genügt sich ihrer selbst im Hier und Jetzt. Meditation ist kein Wollen und keine Anstrengung um etwas zu erreichen. Meditation ist absichtsloses Sein, mit dem was ist. Diese Intentionslosigkeit ist oft eine Herausforderung beim Praktizieren der Achtsamkeitsmassage. Immer wieder tendiert der Verstand Absichten und Ziele zu kreieren und dadurch scheint der meditative Zustand zu verschwinden oder an Qualität und Tiefe zu verlieren. Das kann man gut beobachten, wenn man diese Mechanismen genau erforscht. Der Weg der Achtsamkeitsmassage ist demnach auch eine kontinuierliche Selbsterforschung, eigentlich ein neugieriges Entdecken des Lebens.

In den Seminaren versuche ich das immer klar zu vermitteln und erfahrbar zu machen. Hinderlich sind dabei auch wieder unsere Vorstellungen bezüglich Massage an sich. Weil Massage als etwas gesehen wird, wo man eine Wirkung erzielen möchte, also Ziele verfolgt, ist es oft nicht so leicht, all diese Absichten beiseite zu lassen und sich auf die Einfachheit der absichtslosen Präsenz einzulassen.

Achtsamkeitsmassage ist also Meditation weil sie keine Ziele verfolgt und aus der einfachen, nicht-wollenden Präsenz entsteht. Das ist ein natürlicher Zustand, der in dir ist und den du als Kind noch sehr gut kanntest, aber als Erwachsener mehr und mehr verloren hast. Es gilt sich an diese natürliche Seins-Weise wieder zu erinnern oder sie wiederzuentdecken. Dieses Wiederentdecken geschieht immer wieder ganz natürlich in unseren Seminaren. Dazu noch eine Rückmeldung einer Teilnehmerin:

„Ich hab mich danach gefühlt, wie ein kleines Kind das die Welt wieder neu entdecken möchte, das nur an das Gute glaubt, das einfach unbeschwert und voller Neugier und Freude dem Leben entgegen tritt.“
– Anna –

 

Achtsamkeitsmassage ist Meditation weil sie ein Weg ist und keine Technik

 

Ich betone immer wieder, dass du Achtsamkeitsmassage nicht lernen kannst. Du kannst Achtsamkeitsmassage nur praktizieren, du kannst den Weg beschreiten, du kannst diese Form der Meditation mehr und mehr entdecken, du kannst es leben. Achtsamkeitsmassage ist keine Technik, keine Methode, es ist ein Weg, der nicht aufhört, der nicht irgendwo hin führt, der kein Ziel hat. Von daher kann es einfach sein, eine Technik zu lernen, um dann sagen zu können: „Ich kann es jetzt“. Einen Weg zu beschreiten, der jeden Moment neu ist, der keine vorgefassten Schemata verfolgt, kann herausfordernder sein. Aber es kann auch weniger langweilig, erfüllender und ich würde auch sagen natürlicher und lebensnaher sein. Achtsamkeitsmassage ist ein Weg in die Tiefe und keine Technik die du lernen kannst und dann beherrschst.

Besonders schwierig scheint es oft für therapeutisch gebildete Menschen zu sein diese Vorstellungen zu überwinden. Als Therapeut verfolgt man meist Ziele und man ist es meist gewohnt eine Körperarbeit als Technik kennenzulernen und sie dann zu beherrschen und gezielt einzusetzen. Zudem hat man immer die Tendenz dem anderen zu helfen, ihn zu verändern, seine Blockaden zu lösen, usw. Genau diese Absichten sind auf diesem Weg hinderlich. Hier muss man sich vom Therapeuten-Denken vorläufig verabschieden. Wenn Achtsamkeitsmassage nicht als Weg sondern als Technik gesehen wird, dann ist es nicht Achtsamkeitsmassage.

Also, Achtsamkeitsmassage ist Meditation weil sie ein Weg mit Tiefe ist und demnach nicht technisch erlernt werden kann. Es ist mehr ein Prozess und ein Abenteuer, mehr ein Erforschen und Entdecken, als eine Methode.

 

Hast du diese Meditation schon gekannt?

 

Ich bin überzeugt, dass du diese Art der Meditation noch nicht kennst, wenn du noch kein Seminar besucht hast. Auch wenn ich dir hier viele Informationen über Achtsamkeitsmassage geben konnte, glaube ich, dass es nur die direkte Erfahrung möglich macht, Achtsamkeitsmassage wirklich zu erfassen. Vielleicht konnte ich dir aber trotzdem einen kleinen Geschmack davon vermitteln und dir aufzeigen warum Achtsamkeitsmassage® Meditation ist.

Wenn du doch der Meinung bist, dass du diese Art der Meditation schon kennst oder Ähnliches praktizierst, dann schreibe uns einen Kommentar. Ich bin immer froh wenn wir auf Ähnliches stoßen das bereichernd und vertiefend sein kann.

Herzliche Grüße
Daniel

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